EU-Recht oder volles Risiko?

Lebensmittel, Chemikalien, Medikamente und auch Verfahren wie Gentechnik kommen in Europa erst auf den Markt, nachdem ihre Unschädlichkeit bewiesen wurde. Dieses Vorsorgeprinzip ist nicht perfekt. Aber Länder wie die USA und Kanada kehren die Beweislast komplett um: Dort wird erstmal alles genehmigt, was nicht nachweislich schädlich ist – was oft erst rauskommt, wenn Mensch und Umwelt schon geschädigt sind. Genau das soll auch der EU aufgezwungen werden. Bislang erfolglos, aber der Druck ist gewaltig.

Entschieden wird das in Europa!

Wirtschaftsinteressen oder Sicherheit, Verbraucherschützer gegen Lobbyisten. Wie das ausgeht und ob ausländische Investoren bald gegen EU-Standards klagen können, entscheidet auch das Europäische Parlament. Manchen Parteien sind die Interessen von Konzernen wichtiger, für andere ist das Vorsorgeprinzip unantastbar. Du kannst wählen, wer sich durchsetzt und was auf deinen Teller kommt.

Schutz

von Umwelt und
Gesundheit oder
Investoreninteressen?

Europa betrifft dich.
Besser Du entscheidest mit!

Am 26. Mai ist Europawahl.
Du entscheidest über Umwelt- und Verbraucherschutzstandards.

Umwelt- und Verbraucherschutz und Europa

Was hat Vorrang, die Interessen der Investoren oder der Schutz der Bürger*innen? Darum geht es beim sogenannten Vorsorgeprinzip. Es besagt, dass in Europa nur Produkte verkauft oder Verfahren angewandt werden dürfen, bei denen weitestgehend feststeht, dass schädliche Wirkungen vermieden werden. Diese hohen Standards in der Europäischen Union schützen uns. Noch.

Europa
Foto/Grafik: ver.di